SuperHalfs-Serie – Europa in sechs Halbmarathons
Die internationalen Halbmarathon-Events erfreuen sich seit Jahren großer Beliebtheit und ziehen tausende Laufbegeisterte aus aller Welt an. Besonders die Serie der sogenannten „SuperHalfs“ hat sich dabei zu einem echten Highlight im Laufkalender entwickelt. Sie verbindet sechs renommierte Halbmarathons in europäischen Metropolen zu einer einzigartigen Laufserie.
Ziel der Serie ist es, alle sechs Läufe in beliebiger Reihenfolge zu absolvieren. Eine zeitliche Begrenzung besteht inzwischen nicht mehr. Nach erfolgreichem Abschluss aller sechs Rennen erhalten die Teilnehmenden die begehrte „SuperMedal“ und werden in die „SuperHalfs Hall of Fame“ aufgenommen.
SuperHalfs ist eine europäische Halbmarathon-Laufserie, die sich an alle Laufinteressierten – vom Profi bis zum Hobbysportler – richtet. Ziel ist es, sechs Halbmarathons in verschiedenen europäischen Städten in beliebiger Reihenfolge zu absolvieren. Eine zeitliche Begrenzung besteht nicht mehr. Nach Abschluss aller sechs Rennen erhalten die Teilnehmenden die „SuperMedal“ und werden in die SuperHalfs Hall of Fame aufgenommen.
Die Serie wurde 2019 von den Renndirektionen der Halbmarathons in Lissabon, Prag, Kopenhagen, Cardiff und Valencia unter Beteiligung von RunCzech ins Leben gerufen. 2024 wurde Berlin als sechster Lauf ergänzt. Ursprünglich war eine Zeitbegrenzung vorgesehen, diese wurde jedoch später aufgehoben. Quelle: SuperHalfs-Serie – Wikipedia (Stand: 2026)
Nachdem bereits unsere Vereinskameradin Doreen Lotze vom Halbmarathon in Lissabon – ihrem dritten von sechs Läufen – berichtet hat, möchten wir nun den Blick auf die gesamte Serie werfen. Denn was hinter den SuperHalfs steckt, zeigt eindrucksvoll der Erfahrungsbericht von Nicole Gregert.
SuperHalfs Series – Bericht von Nicole Gregert
SuperHalfs Series – Zur Nachahmung empfohlen
Sechs Städte, zwei Jahre, unzählige Emotionen – die SuperHalfs sind weit mehr als nur eine Laufserie. Sie verbinden die Leidenschaft fürs Laufen mit der Freude am Reisen und bringen Menschen aus aller Welt zusammen – vom Profi bis zum Hobbysportler.
Mein persönliches Laufabenteuer begann in Valencia – und besser hätte der Auftakt kaum sein können. Hier wird Laufen nicht einfach ausgeübt, sondern regelrecht zelebriert. Entlang der gesamten Strecke sorgten Musik, Jubel und Begeisterung für eine einzigartige Atmosphäre. Die Route führte vom historischen Stadtkern über die futuristische Stadt der Künste und Wissenschaften bis hin zum Ziel am Meer – ein Lauf, der pure Lebensfreude versprühte.
Der zweite Lauf führte mich nach Prag und bescherte mir direkt zu Beginn einen unvergesslichen Moment: 13 Minuten lang erklang Bedřich Smetanas „Die Moldau“ – ein musikalischer Auftakt, der für echte Gänsehaut sorgte. Die Strecke verlief entlang des Flusses, vorbei an den beeindruckenden Sehenswürdigkeiten dieser geschichtsträchtigen Stadt. Perfekt inszeniert und emotional mitreißend blieb dieser Lauf besonders eindrucksvoll in Erinnerung.
Station Nummer drei war Cardiff – zugleich mein erster Start für Marathon und Triathlon Mülheim. Dieser Lauf stand ganz im Zeichen des Miteinanders. Unter dem Motto „A race for everyone“ gingen Menschen unterschiedlichster Altersgruppen, Hintergründe und Leistungsniveaus an den Start. Besonders beeindruckend war, dass viele Teilnehmer für den guten Zweck liefen. Hier wurde einmal mehr deutlich: Laufen verbindet.
Die vierte Destination war Lissabon, wo gleich zu Beginn ein echtes Highlight wartete. Über drei Kilometer führte die Strecke über die Ponte 25 de Abril, die oft als „kleine Schwester“ der Golden Gate Bridge bezeichnet wird. Der Blick über die Stadt war atemberaubend – ein 360-Grad-Panorama, das diesen Lauf unvergesslich machte. Ein besonderes Privileg, das den Elite-Läufern aufgrund des Gefälles verwehrt bleibt.
In Berlin, der vorletzten Station, sorgten tausende Zuschauer für eine mitreißende Stimmung entlang der Strecke. Immer wieder fiel der Blick auf den Fernsehturm, der als ständiger Begleiter den Weg zum Ziel markierte. Der emotionale Höhepunkt war schließlich der Zieleinlauf durch das Brandenburger Tor – ein überwältigender Moment, den man nie vergisst.
Das große Finale fand in Kopenhagen statt. Eine beeindruckende Stadt, geprägt von Offenheit und Herzlichkeit. Trotz strömenden Regens standen die Menschen stundenlang an der Strecke und feuerten die Läufer unermüdlich an – ein unglaubliches Zeichen der Wertschätzung und ein würdiger Abschluss dieser besonderen Reise.
Nach zwei Jahren, sechs Städten und sechs Medaillen war es schließlich geschafft: die begehrte SuperHalfs-Medaille in den Händen zu halten. Doch noch wertvoller als die Auszeichnung sind die Erinnerungen, Begegnungen und Erfahrungen, die bleiben.
Besonders schön ist, dass ich im Laufe dieser Zeit auch einige Vereinsmitglieder dazu motivieren konnte, sich selbst auf dieses Laufabenteuer einzulassen.
Und eines ist sicher: Die Laufabenteuer gehen weiter. Mit der spanischen Laufserie „Circuito Nacional de Running Plátano de Canarias“ wartet bereits die nächste Herausforderung. Der erste Schritt ist bereits gemacht – mit dem Halbmarathon im Februar in Barcelona.
Die SuperHalfs-Serie zeigt eindrucksvoll, wie vielfältig und verbindend der Laufsport sein kann. Wir freuen uns, solche engagierten und inspirierenden Athletinnen in unseren Reihen zu haben und gratulieren herzlich Nicole zu dieser außergewöhnlichen Leistung!
Ein Dankeschön geht an unsere Sponsoren. Eure Unterstützung ist unbezahlbar. Wir laden alle herzlich dazu ein, die tollen Angebote unserer Partner zu entdecken und damit diese wertvolle Zusammenarbeit aktiv zu stärken.
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Um die Lesbarkeit zu erhöhen, wird das generische Maskulinum verwendet und schließt ausdrücklich alle Geschlechter ein.
Fotos: Nicole Gregert
Text: Nicole Gregert, Manuela Strenger
Veröffentlichung: Manuela Strenger













