Vichy, Frankreich, 23. August 2026
Ein Sonntag im Sommer in der französischen Kurstadt Vichy, zwei Vereinskollegen, ein gemeinsames Ziel und viele Kilometer vor der Brust: Während Patrick Kodjayan sich der kompletten IRONMAN-Langdistanz stellte, nahm Ralf Bell den IRONMAN 70.3 in Angriff. Am Ende standen zwei starke Platzierungen und vor allem ein sportliches Erlebnis, das noch lange in Erinnerung bleiben wird. Die beiden IRONMAN-Rennen fand ausschließlich für Age-Group-Triathleten statt (ohne Pros am Start).
Auf dem Bild links: Ralf Bell, rechts: Patrick Kodjayan
Ironman Vichy 2026: Bericht von Patrick Kodjayan
Von „Fiji“ nach Vichy
Die Geschichte begann eigentlich ganz entspannt beim letzten MTMH Sommerfest. Ralf erzählte mir, Patrick Kodjayan, damals voller Stolz, dass er sich für eine Mitteldistanz in „Fiji“ angemeldet hatte. Ich war echt baff und fragte, wie man denn dahinkommt, da es ja weit weg ist. Ralf antwortete ganz trocken: „Mit dem Auto!“
Dass es sich bei „Fiji“ dann doch um Vichy in Frankreich handelte, klärte sich schnell. Die Sache weckte mein Interesse, denn neben dem IRONMAN 70.3 wird in Vichy auch eine Langdistanz ausgetragen. Damit war die Idee geboren: Warum nicht beides miteinander verbinden?
Meine Frau Kirsten liebt Frankreich, und so entstand der Plan für zwei Wochen Frankreich-Rundreise mit Sport. Im Winter wurde mit dem Training begonnen. Doch im Frühjahr kam die erste Ernüchterung, als die Radstrecke für die Langdistanz bekannt gegeben wurde. Die Zahlen ließen bereits erahnen, was auf mich zukommen würde: Die erste Runde mit rund 800 Höhenmetern, die zweite sogar mit etwa 1.300 Höhenmetern. 180 Kilometer auf einer anspruchsvollen Strecke – das sollte ein harter Tag werden.
Der Start im Allier
Am Renntag durfte ich bereits um 7 Uhr im Allier an den Start, Ralf folgte knapp drei Stunden später. Der Fluss war an dieser Stelle zum Glück gestaut, sodass die Strömung kaum eine Rolle spielte. Dafür hätte das Wasser durchaus etwas klarer sein dürfen. Aber an einem IRONMAN-Tag beschäftigt man sich besser nicht mit Dingen, die man ohnehin nicht ändern kann.
Nach dem Schwimmen wartete auf uns die anspruchsvolle Radstrecke. Für Ralf standen 90 Kilometer auf dem Programm, für mich die doppelte Distanz. Die Strecke war hügelig und verlangte einiges ab. Mit jedem Kilometer wurde deutlicher, dass die vielen Höhenmeter nicht nur auf dem Papier existierten. Die Beine wurden schwerer, und nach 180 Kilometern war von Leichtigkeit endgültig keine Rede mehr.
Doch genau dafür trainiert man. Die Herausforderung besteht nicht nur darin, schnell zu sein, sondern auch dann weiterzumachen, wenn der Körper langsam beginnt, seine Rechnung zu präsentieren.
Wenn aus Kilometerzeiten Kampfgeist wird
Für Ralf hieß es nach dem Radfahren nun: Halbmarathon. Für mich wartete noch die komplette Marathon-Distanz.
Auf meiner ersten Laufrunde traf ich Ralf, der bereits auf seiner zweiten und letzten Runde unterwegs war. Er litt schon ordentlich und machte gerade eine Gehpause. Zu diesem Zeitpunkt konnte ich ihn noch locker und fröhlich überholen. Ein schöner Moment – zumindest für mich.
Allerdings sollte sich das Blatt noch wenden.
Meine knappen 37 Kilometer danach sahen nämlich nicht besser aus – eher noch leidender als bei Ralf. Die langen Kilometer eines Marathons nach Schwimmen und 180 Kilometern auf dem Rad fordern ihren Tribut. Irgendwann geht es nicht mehr darum, wie frisch man sich fühlt. Dann zählt nur noch der Wille, weiterzulaufen und Kilometer für Kilometer hinter sich zu bringen.
Und doch gibt es im Triathlon diesen besonderen Moment: Man erreicht endlich den Bereich der letzten Runde. Plötzlich sind alle Zweifel und Schmerzen vergessen. Das Ziel ist greifbar, die Anstrengungen des Tages bekommen einen Sinn, und die letzten Kilometer fühlen sich trotz aller Erschöpfung noch einmal anders an.
Leidenschaft, die Leiden schafft – oder so ähnlich.
Vichy – Sport, Gesundheit und französisches Lebensgefühl
Vichy selbst hat uns dabei einen wunderbaren Rahmen geboten. Die französische Kur- und Heilbadstadt steht traditionell für Gesundheit und Erholung. Dazu kommen eine traumhaft schöne Landschaft und eine Atmosphäre, die hervorragend zu einem solchen Sportwochenende passt.
Das gesamte Event war für uns ein Erlebnis, das weit über den Wettkampf hinausging. Die Kombination aus sportlicher Herausforderung, französischer Landschaft, gemeinsamer Reise und der besonderen Atmosphäre rund um den Triathlon machte Vichy zu einem außergewöhnlichen Ziel.
Mein Fazit fällt deshalb eindeutig aus:
FANTASTIQUE!
Eine Reise nach Vichy ist absolut empfehlenswert – für Sportler genauso wie für alle, die Frankreich, schöne Landschaften und die besondere Atmosphäre eines großen Triathlon-Events erleben möchten.
Zwei starke Ergebnisse für den Marathon und Triathlon Mülheim e. V.
Nach vielen Trainingsstunden, Höhenmetern, Schmerzen und Kilometern durften sich Patrick und Ralf über starke Ergebnisse freuen:
Ralf Bell – IRONMAN 70.3: Platz 8 in 5:59 Stunden
Patrick Kodjayan – IRONMAN Langdistanz: Platz 12 in 12:06 Stunden
Herzlichen Glückwunsch, Patrick und Ralf!
Wir gratulieren Ralf Bell und Patrick Kodjayan herzlich zu ihren erfolgreichen Finishes bei der IRONMAN Vichy zu diesen hervorragenden Leistungen. Hinter diesen Ergebnissen stehen viele Monate Training, Disziplin, Ausdauer und vor allem die Bereitschaft, auch dann weiterzumachen, wenn es richtig weh tut.
Ein herzliches Dankeschön gilt den Veranstaltern, Organisatoren sowie allen Helferinnen und Helfern des IRONMAN Vichy, die mit ihrem Einsatz ein solches Sportereignis möglich gemacht und den Athletinnen und Athleten einen großartigen Wettkampftag bereitet haben.
LINKS:
Die Ergebnisse des IRONMAN und IRONMAN 70.3 Vichy 2026 — Triathlons.com
Video: 04:46 Min
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Fotos: MTMH; Ralf Bell, Patrick und Kirsten Kodjayan
Text: Manuela Strenger, Bericht: Patrick Kodjayan
Veröffentlichung: Manuela Strenger
Transparenzhinweis: Dieser Bericht wurde unter Einsatz von KI redaktionell unterstützt und aufbereitet. Die Inhalte und Angaben wurden vom Verein geprüft; die inhaltliche Verantwortung liegt beim Verein.
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