Jena/Thüringen, 27.06.2026
Mit dem 35. Jenaer ParadiesTriathlon fand am 27. Juni der vierte und zugleich letzte Wettkampf des DTU Jugend Cups 2026 statt. Die bundesweite Nachwuchsserie führte die besten deutschen Triathletinnen und Triathleten zuvor nach Halle (Sachsen-Anhalt) am 25. und 26. April, nach Forst (Brandenburg) am 17. Mai sowie am 14. Juni nach Lübeck (Schleswig-Holstein), wo gleichzeitig die Deutschen Meisterschaften der Junioren sowie der Jugend A männlich und Jugend B ausgetragen wurden.
Das Saisonfinale in Jena bildete den Abschluss der DTU-Jugend-Cup-Serie. Während dort die Wettkämpfe des DTU Jugend Cups für die Jugend A und Jugend B ausgetragen wurden, fanden gleichzeitig die nachgeholten Deutschen Meisterschaften der Jugend A weiblich statt.
Für Marathon und Triathlon Mülheim e.V. (MTMH) ging Leonie Büchel bei den Deutschen Meisterschaften erneut an den Start, nachdem der Meisterschaftswettkampf vor zwei Wochen aufgrund des Rennabbruchs nicht gewertet werden konnte (wir berichteten).
Im DTU Jugend Cup vertraten Maximilian Conrad in der Jugend A sowie Constantin Sauer, Jairah Bermann, Maya Conraths, Maya Fares und Mia-Lou Petri in der Jugend B den Nordrhein-Westfalen-Kader und gingen im NRW-Trikot an den Start. Zum Abschluss der Saison stellten sie sich noch einmal der starken nationalen Konkurrenz und überzeugten mit engagierten Leistungen sowie guten Platzierungen.
v. l. n. r.: Constantin Sauer (DTU Cup Jugend B), Leonie Büchel ( DM Jugend A), Maya Conraths (DTU Cup Jugend B), Mia-Lou Petri (DTU Cup Jugend B), Maya Fares (DTU Cup Jugend B), Maximilian Conrad (DTU Cup Jugend A), Jairah Bermann (DTU Cup Jugend B).
Jugend A
In der Jugend A männlich war Maximilian Conrad als einziger Starter vom MTMH im NRW Kader vertreten. Über die Distanzen von 400 Meter Schwimmen, 10 Kilometer Radfahren und 2,5 Kilometer Laufen belegte er in einem leistungsstarken Teilnehmerfeld den 15. Platz in einer Gesamtzeit von 32:46,4 Minuten. Besonders auf der Radstrecke überzeugte Maximilian mit der achtbesten Radzeit des Feldes und legte damit den Grundstein für seine Platzierung. Es waren 58 Teilnehmer am Start.
Jugend B
In der Jugend B männlich gingen ebenfalls 58 Athleten an den Start. Constantin Sauer erreichte über 200 Meter Schwimmen, 5 Kilometer Radfahren und 1,25 Kilometer Laufen einen sehr guten 16. Platz in 17:44,2 Minuten. Mit der zwölftschnellsten Radzeit des Rennens zeigte auch er seine Stärke auf dem Rad und behauptete sich im vorderen Drittel des Teilnehmerfeldes.
Bei der Jugend B weiblich kämpften 54 Nachwuchstriathletinnen um die Platzierungen. Beste Mülheimerin war Maya Fares, die in 18:55,9 Minuten einen starken 11. Platz belegte. Sie überzeugte insbesondere beim Schwimmen mit der neuntschnellsten Schwimmzeit und blieb auch auf dem Rad und beim Laufen konstant.
Deutsche Meisterschaft der Mixed Team Relay
Neben den Einzelwettbewerben wurde in Jena auch die Deutsche Meisterschaft der Mixed Team Relay ausgetragen.
In der Staffel über gingen insgesamt 21 Landesverbands-Teams an den Start. Der Triathlonverband Nordrhein-Westfalen (NRWTV) war mit zwei Mannschaften vertreten und erreichte die Plätze 5 und 15.
Maya Fares gehörte zum NRW-Team II, das den 15. Platz belegte. Mit ihrem Einsatz trug sie zum Mannschaftsergebnis des Teams bei und sammelte wertvolle Erfahrungen in der dynamischen und taktisch anspruchsvollen Mixed-Team-Relay, die zu den spektakulärsten Wettkampfformaten im Triathlonsport zählt.
Was ist ein Mixed Team Relay?
Ein Team besteht aus vier Athletinnen und Athleten (in der Regel zwei Frauen und zwei Männer). Jede Person absolviert nacheinander einen kompletten Triathlon mit 250 m Schwimmen, 5 km Radfahren und 1,5 km Laufen. Nach Abschluss ihres Wettkampfs erfolgt in der Wechselzone die Übergabe an das nächste Teammitglied. Die vier Teammitglieder starten somit nicht gemeinsam, sondern nacheinander als Staffel. Gewertet wird die Gesamtzeit des Teams.
Nach dem Rennen: Die Stimmen der Teilnehmenden
Jairah Bermann:
„Der Wettkampf lief anders als erhofft. Ich hatte eine sehr gute Reaktion beim Start, aber ich bin trotzdem nicht gut weggekommen. Rad und Laufen waren sehr hart unter anderem auch wegen der Hitze. Ich bin nicht ganz zufrieden aber mehr war an dem Wochenende nicht drin.“
Maja Fares:
,,Ich bin mit meinem Rennen und dem 11. Platz zufrieden, auch wenn ich gerne etwas schneller gelaufen wäre und eine Top 10 Platzierung schön gewesen wäre. Beim Mixed Team Relay standen wir, als jüngste Mannschaft, zwar nicht zum Favoritenkreis, aber es war ein tolles Rennen und eine coole Erfahrung gegen bis zu 4 Jahre ältere Athleten anzutreten. Mit dem Team hat man einfach mehr Spaß und Motivation alles zu geben. Besonders hart war bei beiden Rennen die Hitze. Beim zweiten Rennen war z. B. der Asphalt beim Abstieg so heiß, dass es Barfuß darauf beim Absteigen vom Rad wehtat. Jetzt will ich probieren für den Rest der Saison vorne bei den NRW weiten Wettkämpfen zu sein.“
Mia-Lou Petri:
„Es war auf jeden Fall ein sehr schöner Wettkampf in Jena. Es hat sehr viel Spaß gemacht. Allerdings war es auch sehr heiß, wodurch es noch mal härter war. Es war auch Cool, noch mal so eine kurze Distanz zu machen.“
Maya Conraths:
„Der Schwimmstart war gut und ich konnte mich zunächst in der ersten Hälfte des Feldes einordnen. Nach etwa 30 Metern habe ich mich jedoch stark verschluckt und musste kurz anhalten, wodurch ich vor der ersten Boje fast ganz hinten lag. Im weiteren Verlauf konnte ich beim Schwimmen noch einige Plätze gutmachen. Die Wechsel liefen solide. Auf dem Rad fuhr ich zunächst weiter hinten, schloss dann aber allein zur Gruppe vor mir auf. Das Laufen war wegen der Hitze sehr anspruchsvoll, da wäre vielleicht noch etwas mehr drin gewesen. Insgesamt bin ich mit dem 32. Platz ganz zufrieden, vor allem nach dem Rückschlag beim Schwimmen.“
Constantin Sauer:
„Ich fand das Rennen sehr gut obwohl es sehr heiß war. Das Schwimmen war einer der besten Schwimmleistung bisher in einem Wettkampf und beim Radfahren konnte ich noch fast auf die erste Randgruppe aufschließen. Das Laufen war am Ende noch sehr hart doch mit P16 bin ich sehr zufrieden bei dem letzten DTU Cup Rennen in diesem Jahr.“
Maximilian Conrad:
,, Für mich war es leider eine nicht besonders erfolgreiche DTU-Cup Season, jedoch konnte ich viele neue Sachen lernen und mich jetzt voll auf die zweite Seasonhälfte in der Bundesliga und den NRW-Cups konzentrieren. Meine Season war leider von vielen Verletzungen und Krankheiten geprägt, was dazu führte das ich nicht wirklich durchtrainieren konnte und auch nur 3/4 DTU-Cups starten konnte. Auf Grund dieser Vorbereitung kann ich mit meinem 18. Platz in Halle und dem 15. Platz in Jena doch recht zufrieden sein.“
Das Wetter war nach der Wechselzone die „fünfte Disziplin“
Die Mülheimer Nachwuchsathletinnen und -athleten sammelten beim traditionsreichen DTU Jugend Cup in Jena wichtige Wettkampferfahrung auf nationaler Ebene und konnten sich in stark besetzten Starterfeldern erfolgreich behaupten.
Dabei herrschten direkt am Wettkampfort Jena bereits hohe Temperaturen.
Die Wassertemperatur lag bei knapp 30 °C, die Lufttemperatur bei nahezu 40 °C.
In einigen Regionen Deutschlands wurden Temperaturen erreicht, die zu den höchsten der bislang aufgezeichneten Wetterdaten zählen.
Diese extremen Bedingungen stellten eine zusätzliche Herausforderung dar und verlangten den Athletinnen und Athleten hohe physische und mentale Widerstandsfähigkeit ab.
Leonie bei den Deutschen Meisterschaften der Jugend A weiblich berichten wir gesondert im Bericht der Deutschen Meisterschaft. Der entsprechende Bericht ist über den nachfolgenden Link abrufbar.
Dank und große Wertschätzung für vier Wettkampforte, starke Leistungen und gemeinsame Wegstrecke
Unser besonderer Dank richtet sich außerdem an den Veranstalter des 35. Jenaer ParadiesTriathlons, sowie allen drei vorherigen Veranstaltern, an alle ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer, die mit ihrem Einsatz für eine hervorragend organisierte Veranstaltung gesorgt haben. Ebenso danken wir der DLRG, allen Rettungskräften, den Kampfrichterinnen und Kampfrichtern sowie allen weiteren Unterstützerinnen und Unterstützern, die für die Sicherheit der Teilnehmenden und den reibungslosen Ablauf der Wettkämpfe verantwortlich waren.
Solche Veranstaltungen auf nationalem Spitzenniveau wären ohne das Engagement der zahlreichen Ehrenamtlichen und freiwilligen Helferinnen und Helfer nicht möglich. Ihr Einsatz – oft über viele Stunden und im Hintergrund – verdient große Anerkennung und unseren ausdrücklichen Respekt.
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Fotos: MTMH, @Stefanrössel und @winnipenno
Text: Manuela Strenger
Veröffentlichung: Manuela Strenger
Alle Angaben ohne Gewähr.
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