Kampen, 09.05.2026
Beim diesjährigen North Sea Ultra stellte sich unser Vereinskollege Robert Sujatta einer der außergewöhnlichsten Laufherausforderungen Deutschlands: 111 Kilometer nonstop über die Insel Sylt.
Der North Sea Ultra Marathon wurde 2023 erstmals ausgetragen und hat sich innerhalb kurzer Zeit zu einem besonderen Treffpunkt der Ultralaufszene entwickelt. Jahr für Jahr zieht das Event Läuferinnen und Läufer aus dem gesamten deutschsprachigen Raum auf die Nordseeinsel. Neben der Solo-Distanz wurden auch Staffelwettbewerbe angeboten – eine 2er-Staffel mit Etappen über 37,7 und 74,0 Kilometer sowie eine 3er-Staffel über 37,7, 33,5 und 40,5 Kilometer.
Pünktlich um 6:00 Uhr morgens fiel in Kampen der Startschuss. Von dort führte die Strecke zunächst Richtung Norden nach List und weiter bis zum Ellenbogen, Deutschlands nördlichstem Punkt. Bereits auf den ersten Kilometern zeigte sich, warum die Veranstalter das Rennen unter das Motto „Fast, Flat & Windy“ gestellt haben. Zwar besitzt der Kurs kaum Höhenmeter, doch der oft kräftige Nordseewind verlangt den Teilnehmenden enorme Kräfte ab.
Nach der Wende am Ellenbogen ging es zurück nach Kampen zur ersten von insgesamt drei Dropbag-Zonen. Anschließend führte die Strecke durch die eindrucksvolle Braderuper Heide weiter nach Keitum und Morsum. Entlang des Rantum Beckens erreichten die Läuferinnen und Läufer die zweite Wechsel- und Versorgungsstation.
Besonders anspruchsvoll wurden die langen Passagen Richtung Hörnum und zurück. Auf Teilstücken von 15 beziehungsweise 12 Kilometern lagen kaum Verpflegungsmöglichkeiten, sodass neben Ausdauer auch eine kluge Renneinteilung gefragt war. Insgesamt standen entlang der Strecke 13 Verpflegungsposten zur Verfügung.
Die Route bot dabei eindrucksvolle Landschaftsbilder: Küstenabschnitte, Dünenwege, Heideflächen und die typischen Sylter Ortschaften wechselten sich stetig ab. Gleichzeitig machte der Wind den Lauf zu einer mentalen Herausforderung.
Auch organisatorisch stellte der North Sea Ultra hohe Anforderungen. Für alle Solostarter war ein ärztliches Attest verpflichtend, das die Fähigkeit zum Absolvieren der 111 Kilometer bestätigte. Zudem mussten Mobiltelefon, Rettungsdecke, wetterfeste Kleidung, Trinksystem und Sicherheitsausrüstung jederzeit mitgeführt werden.
Nach knapp 15 Stunden erreichte Robert Sujotta glücklich das Ziel und durfte sich über ein starkes Finish bei einem der härtesten Küsten-Ultras Deutschlands freuen. Unterstützt wurde er dabei über weite Strecken von Silke, die ihn mit dem Fahrrad begleitete. Am Ende überwog vor allem die Freude über das erfolgreiche Finish sowie die besondere Atmosphäre dieses außergewöhnlichen Laufevents auf Sylt.
Ein großes Dankeschön geht an die Organisation und alle Helferinnen und Helfer.
Intensive Vorbereitung zahlte sich aus
Für Robert Sujatta war der North Sea Ultra der zweite große Ultralauf nach dem 56-Kilometer-Rennen in Monschau Marathon. Die Vorbereitung erfolgte nach einem Trainingsplan von Hubert Beck. In den vergangenen drei Monaten absolvierte Robert insgesamt rund 750 Trainingskilometer. Der längste Vorbereitungslauf führte über 50 Kilometer, den letzten Härtetest bestritt er beim Düsseldorf Marathon.
Vorläufiges Ergebnis (Stand 10.05.2026):
Von den 277 gestarteten Athletinnen und Athleten haben 142 den Lauf innerhalb des vorgegebenen Zeitlimits von 16 Stunden (ca. 8:40 min/km) erfolgreich gefinished. 39 Sportler verzeichneten laut aktueller Liste ein DNF, was rund 14,1 % entspricht. Damit haben etwa 51,3 % der Teilnehmenden das Ziel innerhalb der vorgegebenen Zeit erreicht. Allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern gilt großer Respekt für ihre Leistung unter diesen anspruchsvollen Bedingungen sowie eine gute und schnelle Regeneration.
Cut-off: Zeitlimit an einem bestimmten Streckenpunkt. Wer diesen Punkt nicht rechtzeitig erreicht, muss das Rennen beenden.
DNF (Did Not Finish): Bedeutet, dass ein Teilnehmer oder eine Teilnehmerin das Rennen nicht beendet hat.
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Um die Lesbarkeit zu erhöhen, wird das generische Maskulinum verwendet und schließt ausdrücklich alle Geschlechter ein.
Fotos: MTMH Privat /Robert und Silke Sujatta
Text: Manuela Strenger
Veröffentlichung: Manuela Strenger
Alle Angaben ohne Gewähr.
Hinweise zum Bericht an presse@Marathon-Muelheim.de







