Sparkassen Triathlon Wesel 2021

Nicht nur in Ratingen gingen gestern Mitglieder von Marathon und Triathlon Mülheim e. V. an den Start, sondern auch in Wesel.
Wesel ist ein sehr familiärer Triathlon, war wie jedes Jahr super organisiert und hat sehr viel Spaß gemacht. Es war dieses Jahr ein Jubiläumstriathlon, da es die 10. Auflage war.
Herzlichen Glückwunsch an Linda, die ihren ersten Triathlon finishte!
Kurzdistanz
Schwimmen: 1,5 km Rad: 36 km, Laufen: 10 km
M30 – 6. Julien Moroder 2:19:06
W20 – 3. Linda Marie Freitag 2:59:19
Volks-Triathlon
Schwimmen 0,5 km, Rad 18 km, Laufen 5km
W25 – 8. Regina Moroder 1:20:40

13. Stadtwerke Ratingen Triathlon

Mit einem großen Aufgebot fuhr Marathon und Triathlon Mülheim zum 13. Ratingen-Triathlon in die Nachbarstadt. Bei perfekten Bedingungen gingen zwei Frauen und 12 Männer auf verschiedenen Distanzen an den Start.
Das herausragende Ergebnis erreichte Marcus Hu, der den 76,5er Triathlon (1,2 km Schwimmen, 60 km Radfahren, 15 km Laufen) auf dem dritten Platz in der Altersklasse M30 beendete. Ganz besonders stolz ist der Verein auf Jesus Santos Conde, Cristian Pacheco Gonzalez (beide M45, Kurz-Triathlon) und Britta Göke (W40, Volks-Triathlon), die zum ersten Mal einen Triathlon absolvierten.
Ergebnisse
76,5er Triathlon
M30 – 3. Marcus Hu 3:38:35 h
Kurz-Triathlon
W35 – 10. Sandra Ernst 2:50:51 h


M30 – 6. Sebastian Schär 1:59:48 h
M35 – 25. Manuel Bartels 2:21:37 h
M40 – 8. Daniel Kirschner 2:14:11 h
M40 – 17. Mark van Cyrson 2:28:49 h

M40 – 21. Sebastian Wischnewski 2:35:14 h
M45 – 17. Jesus Santos Conde 2:21:33 h

M45 – 19. Cristian Pacheco Gonzalez 2:23:07 h

Sprint-Triathlon
M30 – 3. Rouven Schuchardt 1:04:26 h
M55 – 2. Michael Zaniol 1:10:53 h
Volks-Triathlon
W40 – 9. Britta Göke 2:06:11 h

 

M50 – 7. Marcus Kintzel 1:15:48 h
M55 – 5. Andreas Sauer 1:26:45 h

13. Stadtwerke Ratingen – Triathlon. Letzter Teil der Talentiade

Mit drei Talenten startete Marathon und Triathlon Mülheim e. V. beim 13. Stadtwerke Ratingen-Triathlon, der gleichzeitig das Ende der Talentiade bedeutete. In die Gesamtwertung des Nordrhein-Westfälischen Triathlon-Verbandes (NRWTV) flossen drei Wettkämpfe ein – Laufen, Duathlon und abschließend der Triathlon.
Trainer Ralf Bell war begeistert: „Ich bin mächtig stolz auf alle – nicht nur zufrieden, sondern extrem happy mit den Ergebnissen.“ Über seine Schützlinge sagte er: „Ihr gehört zu den Top 10 in Nordrhein-Westfalen.“ Carlotta Vogt, Jugend B, gelang es, in Ratingen den zweiten Platz zu erobern. „Sie krönte ihren zweijährigen Trainingseinsatz“, lobte Trainer Bell. Milla Präsang (Schüler A) erreichte Rang sechs im Triathlon und den siebten Platz in der Gesamtwertung. Paul Buch (Schüler B, 14. im Triathlon, belegte in der Talentiade den achten Rang.
Gabriel und Luisa Pacheco Gonzalez konnten leider nicht starten – sie feuerten ihre Vereinskollegen aber an. „Jetzt dürft ihr feiern“, sagte Bell zu seinen Talenten und ergänzte: „Das nächste Jahr wird noch besser.“
Ergebnisse
Jugend B (200/10/2,5)
2. Carlotta Vogt 37:48 Minuten
Schüler A (400/10/2,5)
6. Milla Präsang 44:13 Minuten
Schüler B (100/5/1)
14. Paul Buch 25:22 Minuten

Challenge Roth

Am Sonntag 5. September 2021 starteten drei Athleten von Marathon und Triathlon Mülheim e. V. nach langer Vorbereitung und Vorfreude bei der international bekannten und wunderschönen Challenge Roth.

Andreas Weymann schaffte etwas ganz Besonderes: Nachdem er bereits eine Langdistanz in Frankfurt und den IM 70.3 in Duisburg gefinisht hatte, gelang ihm das nun auch in Roth – und das alles innerhalb von drei Wochen!

Judith Laichter erreichte als erste aus dem Mülheimer Trio das Ziel – und das bei ihrer ersten Langdistanz mit einer großartigen Zeit. Sie erreichte als 99. das Ziel – in der AK 25 erreichte sie Platz 17.

Auf Platz 133 in der AK 40 landete Dennis Wagener, der sich ganz besonders auf Roth vorbereitet hatte und den Start kaum erwarten konnte.

Wir gratulieren unserem erfolgreichen Trio und sind sehr stolz, so tolle Athleten zu haben. Herzlichen Glückwunsch!

Ergebnisse:
AK 25
17. Judith Laichter 11:27:11 h (Swim: 1:21:57 h – Bike: 5:18:17 h – Run: 4:40:14 h)
AK 40133. Dennis Wagener 11:51:06 h (Swim: 1:13:55 h – Bike: 5:15:58 h – Run: 5:14:48 h)
AK 50
162. Andreas Weymann 12:43:25 h (Swim: 1:37:13 h – Bike: 5:39:23 h – Run: 5:14:04 h)

Endlich wieder Schülertriathlon in Willich

Bei herrlichen Bedingungen steuerten fünf Talente von Marathon und Triathlon Mülheim e. V. heute das Freizeitbad „De Bütt“ in Willich an – aber nicht, um dort in der Sonne zu relaxen. Sie nahmen am 24. Willicher Triathlon teil, zu dem auch zwei Schülerwettbewerbe gehören. Und alle fünf erreichten hervorragende Ergebnisse.
Carlotta Vogt, Luisa Pacheco Gonzalez und Milla Präsang mussten im Schülertriathlon I
200 Meter Schwimmen, 10 Kilometer Radfahren und 2000 Meter Laufen. Für Gabriel Pacheco Gonzalez und Paul Buch war das im Schülertriathlon II etwas anders – sie hatten 100 Meter Schwimmen, 5 Kilometer Radfahren und 1000 Meter Laufen zu bewältigen.
Alle fünf landeten in ihren Alterswertungen unter den Top 5, Milla (Schüler A) und Gabriel (Schüler B sogar auf dem dritten Platz. Diese sehr guten Ergebnisse sind eine Bestätigung, dass die noch junge Jugendabteilung von Marathon und Triathlon Mülheim e. V. bereits hervorragend arbeitet und die anstrengende Trainingsarbeit zu Erfolgen führt.
Ergebnisse
Jugend B, weiblich
4. Carlotta Vogt 35:18 Minuten
5. Luisa Pacheco Gonzalez 35:33 Minuten
Schüler A, weiblich
3. Milla Präsang 36:33 Minuten
Schüler B, männlich
3. Gabriel Pacheco Gonzalez 19:50 Minuten
4. Paul Buch 19:57 Minuten

Championship Samorin 2021

Ein Bericht von Ralf Bell:
Meine Reise zur ersten Weltmeisterschaft startete 2019 in Almere-Amsterdam. Ohne es bewusst zu wollen, konnte ich mich als Sechster der Altersklasse für die WM auf der Mitteldistanz der Challenge Family (thechampionship.de) qualifizieren. Natürlich war das überraschend, aber wann bekommt man schon die Gelegenheit, sich mit der Welt-Elite zu messen. Coronabedingt wurde das WM-Rennen dreimal verschoben und nun endlich am 29. August 2021 in Samorin ausgetragen. Der Termin passte auch ganz gut in die Vorbereitung der Langdistanz in Klagenfurt (auch dreimal verschoben), so dass ich nicht „Nein“ sagen konnte.
Das Schwimmen fand in der Donau statt, die Radstrecke war flach weitestgehend auf einer Schnellstraße, also für schnelle TTs geeignet, und das Laufen fand auf dem x-bionic Olympiagelände mit 3x7k Runden statt.
Nach einer sehr unruhigen Nacht (am Vorabend machte sich schon ein Unbehagen breit) stand ich um 5.15 Uhr auf, um auch genug Puffer vor dem Start um 9.50 Uhr zu haben. Mein Hotel lag auf der anderen Donauseite von Samorin, so dass ich morgens die Fähre zeitig nehmen wollte. Die reine Fahrtzeit betrug etwa 45 Minuten. Die Anreise war problemlos, so dass ich mich auf dem Parkplatz des slowakischen Olympiastützpunkts (eine mega-moderne Anlage in Samorin) noch einmal aufs Ohr legen konnte. Wetter-Check: 19 bis 20 Grad, trocken, starker Wind aus NW! Um 7.30 Uhr ging ich dann zur Wechselzone, um mein P5 zu checken (erster Renneinsatz des Cervelo) und mit allen Utensilien zu beladen. Auch die Beutel für die Wechsel Swim-Bike und Bike-Run wurden befüllt. Noch schnell den Wechselablauf verinnerlichen – alles startklar!
Danach ging ich zum Schwimmstart (etwa 300 Meter entfernt), um die Pros um 9 Uhr zu bestaunen. Am Vortag war schon die Creme-de-la-Creme der Triathlonszene beim Collins Cup zu sehen (Jan F., Lionel S., Daniela R., Lucy C. uvm.). Das Pro Rennen gewann Lucy Hall (4:10) bzw. Florian Angert (3:36) in unglaublicher Zeit. Als der Renndirektor die Wassertemperatur meldete (17,3 Grad), dachte ich: Oh wie Almere, also frisch.
Dass er offensichtlich in einem Wärmestrom der Donau gemessen hatte, erfuhr ich später. Mein Start war um 9.50 Uhr bei der AK50-79 und es war eine große Gruppe am Rolling Start; jeweils vier Starter gingen auf den Pond. Mit dem Sprung ins Wasser ergab sich der erste Schock. Ich fühlte 15 Grad! Keine Zeit zum Nachdenken, einfach los schwimmen. Es ging zunächst 850 Meter flussaufwärts bei recht starker Strömung und unruhigem Wasser. Das kostete natürlich Zeit (etwa fünf Minuten). Den ein oder anderen Schluck Donauwasser konnte ich genießen und dachte: Auf dem Rad brauchst du erst einmal nicht zu trinken. Unterm Strich lief das Schwimmen recht gut und ich kam nach 39 Minuten aus dem Wasser (40 Minuten hatte ich erwartet). Es gab einige Athleten, die das Rennen kurz nach dem Schwimmstart aufgaben, da sie entweder kältebedingte Krämpfe hatten oder bei der starken Strömung aufgaben.
Mein erster Wechsel aufs Rad war zeitlich ok und ich begab mich in bester Gesellschaft auf die Radstrecke. Die ersten 5k gingen durch Samorin in Richtung Schnellstraße, danach etwa 10k Richtung Südost bei angenehmen Rückenwind, aber leichten Magenbeschwerden. Nach der Wende ging es dann 20k in Richtung Nordwest bei starkem Gegenwind (etwa 30 bis 40 km/h). Ich versuchte mich in meinem Zielwattbereich von 200-220W zu halten; zum Glück schwanden die Magenprobleme. Die ersten 45k konnte ich in 1:13 h absolvieren, was zu einer guten Gesamtzeit führen sollte. Auf der zweiten Hälfte zwickten meine Gesäßmuskeln und ich musste mehrmals die Aeroposition verlassen. Auch wollten meine Beine nicht mehr den ganzen Druck bringen, so dass ich mich auf eine defensive Fahrweise einließ, um auch Körner für den Halbmarathon zu sparen. 1:19 h auf der zweiten Hälfte waren damit in Ordnung. Unterm Strich 194W Normalized Power! Leider gab es auch einen schweren Radunfall; der Athlet musste per Hubschrauber geborgen werden. Dazu wurde die Radstrecke mehrere Minuten gesperrt, was jedoch hinter mir geschah.
Der Wechsel zum Lauf ging zügig und ich startete etwas defensiv, um mein typisches Problem von Krämpfen nach einer harten Radeinheit zu vermeiden. Ab Kilometer 2 konnte ich meine Laufgeschwindigkeit einstellen; ein paar Salztabletten haben auch geholfen, den Krämpfen entgegenzuwirken. Der Lauf war sehr abwechslungsreich auf einer 7k-Runde. Asphalt, Sand der Pferderennbahn und Gras bescherten wechselhaftes Laufgefühl. Nach sehr guten 1:31 h konnte ich das Ziel erreichen und war happy, unter 5 h zu finishen.
Der Support an der Strecke war großartig und ich traf auch noch Lisa und Holger, die Björn zu seinem ersten WM-Titel in der Para-Disziplin begleiteten. Ich bedanke mich beim Veranstalter, bei allen Helfern und natürlich bei allen Daheimgebliebenen für den besten virtuellen Support, den ich mir wünschen kann. Ihr seid großartig – VIELEN LIEBEN DANK!
Zur Statistik
Swim: 39:25
T1: 5:11
Bike: 2:32:39
T2: 3:27
Run: 1:31:33
Total: 4:52:12
Platz 10 von 27 AK55

IM Duisburg 70.3

Am 29. August 2021 gingen zehn Athleten von Marathon und Triathlon Mülheim e. V. bei der Premiere des Ironman 70.3 in Duisburg an den Start. Die äußeren Bedingungen waren nicht optimal, es regnete durchgehend und beim Radfahren wurden die Athleten auch noch vom Wind begleitet.
Unsere Athleten finishten jedoch trotzdem ALLE! Herzlichen Glückwunsch zu dieser großartigen Leistung!
Danke für den starken Support einiger Mitglieder vor Ort, an die Streckenpostenhelfer und an Michael Stamm, der als Kampfrichter dabei war.
Die Ergebnisse:
M30-34
158. Julien Moroder 5:25:53 h
M35-39
43. Sebastian Krost 4:52:06 h
96. Tobias Krause 5:18:49 h
M40-44
52. Andreas Hedwig 5:01:50 h
3. Sebastian Wischnewski 5:15:47
79. Martin Smyk 5:16:22 h
158. Andreas Ley 5:54:07 h
M45-49
55. Torsten Schwerkolt 5:17:31
M50-54
63. Patrick Temmler 5:21:43 h
114. Andreas Weymann 5:49:56 h
Zeiten und Plätze Stand: 29. August
Erst am 15. August 2021 hatten Andreas Weymann (13:44:14 h) und Björn Grützner (12:31:55 h) beim Ironman in Frankfurt gefinisht.
Ralf Bell ist in Samorin mit einer starken Zeit von 4:52:12 h durch das Ziel gekommen.
Er erreichte in der Altersklasse M 55 den zehnten Platz.
Auch an ihn Herzlichen Glückwunsch!
DNF leider in Hamburg beim Ironman für Frank Siegler. Die 17 Grad kalte Alster hat bei ihm heftige Wadenkrämpfe beim Schwimmen verursacht, die leider auch auf dem Rad nicht verschwunden sind. Das Laufen war somit unmöglich, daher stieg er auf der Radstrecke bei km 60 aus.

Aufruf zur Blutspende!

Aufruf zur Blutspende!

Wir möchten unsere Mitglieder – und natürlich auch alle anderen – über die Dringlichkeit und Notwendigkeit der Blutspende informieren und zur Spende appellieren! Daher haben wir einen Fachmann befragt.

Interview mit Prof. Dr. Ralf Karger, M.Sc. von Sandra Ernst (kommissarische Pressewartin Marathon und Triathlon Mülheim e.V.)

Ralf Karger ist Mitglied in unserem Verein und Facharzt für Transfusionsmedizin. Er hat in Köln eine Praxis, die sich mit Störungen der Blutgerinnung beschäftigt und Arztpraxen in Köln und Umgebung mit Blutkonserven versorgt (bei Interesse: www.transfusionsmedizin-koeln.de). Sie stellen die Konserven nicht selbst her, sondern werden von Blutspendediensten beliefert. Er hat selbst zuletzt 2008 in einem Blutspendedienst gearbeitet, kann die Situation durch regelmäßige Gespräche mit Kollegen aber noch ganz gut einschätzen.

Zum Interview:

● Hat sich die Bereitschaft, Blut zu spenden, in der Corona-Pandemie verändert?

Eher nicht. Im ersten Lockdown war vor allem das Problem, dass die Spendentermine in Sporthallen, Unternehmen, Schulen usw. weggefallen sind. Dadurch sind Versorgungsengpässe entstanden. Diese waren aber wahrscheinlich deshalb nicht so schlimm, weil in den Krankenhäusern auch viele geplante Operationen abgesagt oder verschoben wurden. In letzter Zeit kursieren Fake News, dass man sich bei der Blutspende mit Corona infizieren könnte. Das ist völliger Quatsch, könnte aber dazu führen, dass der eine oder die andere nicht zum Blutspenden geht.

● Wird in Ferienzeiträumen wirklich weniger gespendet?

Das ist definitiv so. Aktuell haben wir das Problem, dass wir schon in den Wochen vor Ferienbeginn deutliche Engpässe in der Blutversorgung wahrnehmen. Das dürfte sich mit Ferienbeginn noch verstärken. Wir können jetzt schon bei vielen Patienten die Blutkonservenanforderungen nicht mehr vollständig erfüllen. Die Patienten können dann nicht optimal behandelt werden, unter Umständen müssen dann zum Beispiel Chemotherapien verschoben oder abgebrochen werden.

● Was passiert mit dem Blut?

Das Blut wird aufwändig auf verschiedene Krankheitserreger untersucht und dann durch Zentrifugation in verschieden Bestandteile aufgetrennt. Aus den roten Blutkörperchen werden Erythrozytenkonzentrate, die für die Sauerstoffversorgung wichtig sind. Blutplasma und Blutplättchen (Thrombozytenkonzentrate) sind weitere Blutprodukte, die bei Gerinnungsstörungen eingesetzt werden. EK sind nur maximal sieben Wochen haltbar, deshalb ist es nicht möglich, zum Beispiel vor den Ferien, größere Vorräte anzulegen.

● Wie dringend wird es gebraucht?

Spenderblut ist eigentlich immer knapp. Bei Verletzungen oder Operationen mit viel Blutverlust muss das Blut sofort zur Verfügung stehen, auch bei vielen Routine-Operationen kann es selten zu schweren Blutungen kommen, wo Blut sofort verfügbar sein muss. Deshalb haben Krankenhäuser meist kleinere eigene Blutdepots, die von den Blutspendediensten aufgefüllt werden, um schnell auf eine solche Situation reagieren zu können.

● Was passiert in meinem Körper nach der Spende?

Der Körper erkennt, dass Blutzellen fehlen, und gleicht den Mangel durch eine verstärkte Produktion dieser Zellen im Knochenmark wieder aus.

● Wie lange dauert eine Blutspende?

Die Spende selbst dauert in der Regel etwa 10 bis 15 Minuten. Mit den vorausgehenden Maßnahmen zur Feststellung der Spendetauglichkeit und einer gewissen Nachbeobachtungszeit dauert der ganze Termin etwa 60 bis 75 Minuten. Bei Spendeaktionen hängt es natürlich davon ab, wieviel Interessierte zu einer solcher Aktion erscheinen. In den festen Blutspendestationen der Blutspendedienste werden inzwischen meist, auch online buchbare, feste Termine vergeben. Hier entstehen meist keine Wartezeiten.

● Überwiegen die Vor- oder Nachteile für den Spender – und: Welche sind das?

Nachteile gibt es eigentlich nicht. Bei manchen Personengruppen, vor allem Frauen, besteht ein gewisses Risiko für einen Eisenmangel, das wird aber vor jeder Spende geprüft. Manche Spender fühlen sich nach einer Blutspende tatsächlich besser; das ist aber immer ein subjektiver Eindruck, der sich nicht verallgemeinern lässt. Der entscheidende positive Aspekt ist letztlich, etwas Uneigennütziges für die Allgemeinheit getan zu haben, auch vor dem Hintergrund, dass wirklich jeder und jede in die Situation geraten kann, auf Blutkonserven angewiesen zu sein.

● In welchem Rhythmus kann oder sollte man spenden?

Das wird von den Blutspendediensten kontrolliert. Man erhält als registrierter Spender eine Aufforderung per Mail, wenn man wieder spenden darf. Bei Männern ist das meist nach acht bis zehn Wochen der Fall, bei Frauen nach 12 bis 14 Wochen. Die Zahl der maximal möglichen Spenden pro Jahr ist außerdem durch Richtlinien der Bundesärztekammer begrenzt.

● Wer sollte nicht spenden?

Personen mit chronischen Grunderkrankungen, ernsthaften Vorerkrankungen und Personen, bei denen ein wiederholter Eisenmangel bekannt ist, sollten nicht spenden. Die Ausschlusskriterien sind vielfältig. Im Internet kann man mit einem anonymen Fragebogen selbst prüfen, ob es Gründe gibt, nicht spenden zu dürfen (www.drk-blutspende.de/spenderservices/spende-check.php).

● Wer sollte auf jeden Fall spenden?

Ganz klar: jede Person, bei der keine Gründe für einen Ausschluss von der Spende vorliegen!! Ich spende selbst auch noch regelmäßig.

● Ist eine Trainingspause nach einer Blutspende nötig – und wenn ja: Wie lange?

Das ist sicher ein Punkt, der Sportler besonders interessiert. Deshalb gehe ich etwas detaillierter darauf ein. Wenn man bisher kein Blut gespendet hat, sollte am Tag der Spende eher nicht trainiert werden. Wenn man mehr Erfahrung mit dem Spenden hat, kann man am Tag der Spende sicher eine regenerative Einheit absolvieren. Am nächsten Tag kann man eigentlich wieder normal trainieren, wird aber nicht sofort wieder die volle Leistungsfähigkeit haben; das kann etwa zehn bis 14 Tage dauern, da man erst nach etwa zwei bis drei Wochen den Blutverlust durch die Neubildung der roten Blutkörperchen ausgeglichen hat. Das kann man auch an der Normalisierung des Hämoglobin- oder Hämatokritwertes erkennen. Hat man das Gefühl, dass die Regeneration länger dauert, sollte man seine Eisenspeicher prüfen lassen – hier ist der Ferritinwert wichtig, nicht der Eisenwert. Das könnte vor allem bei Viel-Läufern mit mehr als 50 bis 60 Wochenkilometern und Frauen relevant werden. Sechs bis acht Wochen vor einem wichtigen Wettkampf würde ich eher auf eine Blutspende verzichten.

Vielen lieben Dank an Ralf für die detaillierten Informationen zu diesem wichtigen Thema!

Termine können z. B. bei
https://www.drk-blutspende.de/blutspendetermine/ vereinbart werden.

Aufgrund der Ferien- und Urlaubszeit sollte sich jede/r dann anmelden, wann es ihr/ihm am besten passt.

Unsere Mitglieder dürfen gern ein Foto vor, während oder nach der Spende an presse@marathon-muelheim.de senden damit eine Collage erstellt werden kann.

Wir bedanken uns jetzt schon für die Bereitschaft.

IM Frankfurt 2021 – erstes Mal Langdistanz

Ein Bericht von Björn Grützner, Düsseldorf
Sonntags um fünf Uhr morgens in der Traube am Einlaß zum Langener Waldsee sehen die meisten Sportler für mich so aus, als hätten sie vor diesem Unternehmen mehr Triathlons absolviert als nur einen. Covid19 hat mir lauter Übungstermine zerschlagen und jetzt stehe ich zurecht nervös da, mit einer einzigen Mitteldistanz im Gepäck und somit als absoluter Rookie bei dem Rennen, das ich mir schon lange Zeit gewünscht habe. Egal – in den letzten zwölf Monaten bin ich 7466 km geradelt, 1678 km gelaufen und war seit Frühling 98 km im Freibad. Alles nach Bauchgefühl statt Trainingsplan, aber für meinen Wunsch „aufrecht im Hellen finishen“ sollte es passen.
Die Räder stehen noch im Dunkeln und sind tropfnass vom Tau, alle und auch ich pumpen noch mal ein bisschen Luft nach. Fröhlich und tiefenentspannt schaut Andreas Weymann kurz bei mir am Rad vorbei und wünscht mir viel Spaß – ich hatte vor lauter Hektik und Konzentration schon fast vergessen, dass wir von den Mülheimern zu zweit starten. Die Logistik war jedenfalls schnell erledigt und etwa viertel nach sechs tröpfelten alle in die Startaufstellungen am Strand ein. Der See sah um diese Zeit klasse aus, lag super schön in der Sonne, die Schattenecke noch von Morgennebel bedeckt. Bei etwas über 23 °C durften wir im Neo starten, worüber ich ganz froh war. Etwa viertel vor sieben ging’s es dann los und ich ging mit der Gruppe „~1h25 min“ Zielzeit ins Wasser. Der Start lief top, das Wasser war schön und jeder hatte reichlich Platz. Ich hielt mich erstmal ein paar Meter außerhalb der direkten Linie und peilte neben den Bojen ein Mädel mit knallorangenen Ärmeln als „follow me“ an. Nach einer kurzen Weile war ich mangels Maßstab viel zu schnell und musste für ein paar Meter auf Brust umsteigen, um den Puls runterzubringen. Danach lief aber alles wie am Schnürchen. Der Rückweg der ersten Schleife ging in die Sonne hinein und man sah wirklich nicht viel, häufiges Schauen war angesagt. Einmal kurz auf Seegras-Feld „aufgesetzt“, danach war die erste Schleife erledigt und es ging nach dem Landgang auf die zweite. Es war richtig schön und lief einfach rund. In der zweiten Gegenlicht-Passage hat sich anscheinend eine große Menge Leute verschwommen und schwamm in die Bojenlinie hinein, von daher hat es sich gelohnt, ab und zu mal einen Zug Brust einzustreuen und weit auf die Strecke zu schauen.
Nach etwa 1:20 h war das Schwimmen erledigt – schnell gewechselt und ab aufs Rad.
Das Radfahren ging richtig schön an mit einem perfekten Sommermorgen mit zu dem Zeitpunkt vielleicht 23 °C. Die Straße war zunächst gut frei und in Sachsenhausen und Offenbach waren nicht allzu viele Fahrer unterwegs. Ich war voll in meinem Lieblingselement, habe den Fahrtwind genossen und mit dem Frühstück angefangen.
Irgendwann kamen dann die ganzen Hügelchen und die Dichte an Fahrern wurde wieder etwas größer. Ab da suchte ich mir jemanden als Referenz aus, der etwa das fuhr, was ich auch fahren wollte, und blieb im gegebenen Abstand immer mal in Sichtweite in der Kette von Fahrern, um mir auf den Hügeln anzugucken, wie er sich die Kraft einteilt. Das klappte auch prima und die ganze erste Runde lief solide und schön. Irgendwann in der zweiten Runde ging ich ein bisschen vom Tempo runter und verwendete mehr Atemzüge aufs Essen und Verdauen, aus Respekt vor dem, was da noch kommen sollte. Heiß war es mittlerweile auch geworden und ich fand mich bald in einer immer gleichen Kette aus Fahrern wieder, die das letzte Radstück zum Speicher auffüllen nutzten. Die Profis waren die ganze Zeit über nur mal hinter den sieben Bergen durch ihren Hubschrauber zu sehen. Nach etwa 5:56 h war das Radfahren erledigt. Helm ab, Mütze auf, Gürtel mit noch mehr Gels um und los ging’s mit der Laufstrecke.
Das Laufen startete wie erwartet in ziemlicher Hitze. Auch hier musste ich nach den ersten zwei Kilometern mal kurz absetzen, da zu schnell losgelaufen, es waren aber nur etwa hundert Meter mit ein bisschen Seitenstechen und dann war ich in meinem eh schon langsamen Rhythmus zurück. Die erste Runde ging richtig schön. Tolle Stimmung, immer noch eine gute Menge Zuschauer, top Verpflegung und Kühlwasser aus dem Gartenschlauch, so viel man wollte. „Heiß“ laufen hatte ich extra an den schwülsten Nachmittagen am Rhein geübt, aber wirklich verträglich bin ich damit nicht, über das Abduschen alle paar Kilometer war ich also echt froh. Und so ging es dann weiter: Laufen, Duschen, Trinken, Gel essen…
Irgendwann zwischen etwa Kilometer 15 und 18 kamen dann zwei Warnsignale auf: Zum einen eine Vorahnung, dass ich in einer Weile nicht mehr zu hundert Prozent klar sein würde. Zum anderen emfand ich die Wasserduschen auf einmal als kalt. Den Kontakt zu meinem Appetit oder Durst hatte ich zu dem Zeitpunkt schon mehr oder weniger verloren und konnte nicht mehr sicher sagen, wo ich grad in Bezug auf Ernährung oder Mineralien stand. Gleichzeitig wollte ich absolut kein Risiko eingehen, in einen Zustand zu geraten, den ich womöglich nicht mehr einfangen könnte. Ich ging also auf Nummer sicher, lief eine Weile, nahm mehr von meinen Gels auf, leeres und salziges Wasser im Wechsel und verlegte mich für den Rest des Laufs darauf, regelmäßig zwischen Laufen, Traben, Gehen zu wechseln und immer eine gute Reserve an Power und guter Laune zu halten. Und damit ging’s dann gut – es war natürlich kein Heldenlauf, aber für mich der richtige Weg für die erste Langdistanz.
Die letzte Runde war noch mal richtig schön, die Sonne stand schon ein Stück tiefer und viele Helfer von den Ständen haben sich von jedem Läufer mit guten Wünschen fürs Finish verabschiedet. Kurz vor dem Ziel dann noch mal kurz Luft geholt, die Skyline lag schon in blau, rot und orange im beginnenden Sonnenuntergang, und dann ging es nach 12:32 h über die Ziellinie (5:05 h für den Lauf) – mega schön und ein perfekter Abschluss für einen wunderbaren Tag und eine lange Reise durch viele Trainingskilometer.
Als kleiner persönlicher Exkurs:
Ich habe den Renntag genossen und die Strecke dorthin – ich hab‘ vor mittlerweile 42 Jahren vor dem Kindergarten schon eine schwere Krebserkrankung überleben müssen. Der Weg von dort zurück auf „normal“ war lang und vielfach bitter, der Zustand an Fitness und Seligkeit, den ich jetzt erreicht habe, ist für mich die Sahne auf der Torte und ein schöner Meilenstein.
Nächstes Jahr: Vielleicht Hamburg.

Mit dem Rad durch die Bundesrepublik

Patrick Temmler ist der Gründer von pacestarter und erstellt Trainingspläne für alle Distanzen.
Außerdem findet man auf Facebook in der Gruppe „Ruhrpott Graveler“ interessante Radstrecken.
Bericht:
Die beiden Triathleten und Freunde aus dem Ruhrgebiet Thomas Jany(TRC Essen 84) und Patrick Temmler(Marathon und Triathlon Mülheim e.V.) brauchten eine neue Herausforderung und haben sich kurzerhand entschieden, einmal die Bundesrepublik vom Süden nach Norden mit dem Rad zu durchfahren.
Die gewählte Route sollte vom Niveau her anspruchsvoll werden und somit sollte möglichst wenig auf Straßen gefahren werden.
Für die Streckenplanung versuchten die beiden Radler eine möglichst gerade Strecke von Oberstdorf nach Flensburg zu finden, sowie Fernradwege, landschaftliche schöne Nebenstrecken und zu guter Letzt noch Hotels möglichst nah der Route zu buchen.
Daraus ergab sich eine sehr abwechslungsreiche und teilweise überraschende Streckenführung, die die Beiden über Straßen, Radwege, Feldwege, Forstwege und manchmal auch einfach nur über Wiesen führte und das mit dem Gepäck für 1 Woche auf den Rädern gut festgezurrt.
Die erste Radetappe startete, nach einer eintägigen Anreise mit dem Zug, am Samstag, den 03.07.2021 in Oberstdorf. Da die täglich zurückzulegenden Strecken und Ziele fest eingeplant waren und die Rückfahrt mit dem Zug aus Flensburg bereits fest stand, galt also in den kommenden 8 Tagen die Ostsee zu erreichen.
Auf den unterschiedlichen Einzel-Etappen (mit durchschnittlich 140 km am Tag) wurden dabei folgende Regionen in Deutschland passiert: Allgäu, Schwäbische Alb, Altmühltal, Unterfranken, Rhön, Harz, Weserbergland und die Lüneburger Heide. Obwohl dieser Sommer mit Regen nicht spart, hatten die beiden Sportler viel Glück mit dem Wetter und mussten nur 2 mal die Regenbekleidung überziehen.
Fazit der Tour: Die Radwege auf den ersten 5 Etappen im Süden waren wesentlich abwechslungsreicher und auch besser ausgebaut.
Die Strecke in Zahlen: 8 Etappen, 51 Stunden auf dem Rad, 1100 Kilometer gefahren und 7500 Höhenmeter absolviert und das mit nur 2 Platten.